Buch - No love song
Blogtour,  Protainterview

Nik: Ein Wiedersehen

Hallöchen!

 

Ich freue mich schon die ganzen Tage, euch endlich meinen Beitrag für die Amblish-Tour zu No Love Song zeigen zu können. Ihr habt die anderen Beiträge bestimmt schon gesehen, aber ich verlinke sie euch am Ende gerne nochmal. 

Bei mir gibt es heute ein … ja, was eigentlich? Es sollte ein Charainterview werden, aber im Grunde wurde es eine kleine und kurze Geschichte. Ihr kennt mich ja, hihi. Natürlich zeigt sie euch, wie Nik ist und ihr könnt euch so auch ein tolles Bild von ihm machen. Dazu sollt ihr gaaaaanz neugierig auf eine ganz besondere Geschichte werden.

Aber jetzt lasst uns mal starten! Viel Spaß beim Lesen!

 


 

Es ist schon ziemlich lange her, als Nik mich damals über den Haufen gerannt hatte und wir anschließend eine tolle Zeit auf dem Konzert verbrachten. Heute ist es aber soweit. Ich werde ihn wiedersehen! Ob ich aufgeregt bin? Na sowas von! Dick eingepackt in meine weiße Winterjacke, schwarze Mütze und dazu passenden Schal – die Temperaturen sind mir echt schon zu kalt für den Herbst – schlendere ich durch den Park in München. Um meine Vorfreude und leichte Nervosität zu verbergen, schiebe ich meine Hände samt dünner Handschuhe in die Jackentaschen und sehe mich immer wieder um. Nach mehrere langen Minuten, nehme ich aus dem Augenwinkel etwas doch recht Schnelles wahr, das sich in meine Richtung bewegt. Automatisch schieben sich meine Mundwinkel nach oben. Es kann nur Nik sein …

 

“Hey, Pat! Sorry, ich bin etwas spät”, sagt er und kommt vor mir nach Luft schnappend zum stehen. Er hat einen seiner obligatorischen Kapuzenpulli an, doch die Kapuze kann seine wilden Locken kaum bändigen. Frech suchen sie sich ihren Weg und hüpfen lustig um sein Gesicht.

 

Ich lasse mein Lächeln verschwinden und ziehe eine Augenbraue nach oben. „Du bist wohl etwas außer Form“, stelle ich mit ernster Miene fest, doch meine Stimme und meine Augen können die Freude, ihn zu sehen, nicht verbergen. Deshalb breitet sich auch langsam wieder mein Grinsen aus. „Hi. Bekomm ich keine Umarmung?“ Frage ich dann frech. Wir haben uns zwar ewig nicht gesehen, aber Nik hat mir immer wieder mal geschrieben und so riss der Kontakt nie ab.

 

“Klar”, sagt er mit einem niedlichen Schmunzeln auf den Lippen und zieht mich schon in eine kurze Umarmung. Eine ganz und gar freundschaftliche. Ich schlucke. Irgendwas hat sich geändert zwischen uns. “Ich war ne Weile außer Gefecht – nichts schlimmes”, geht er schließlich auf meine Frage ein. “Und du? Was hast du so getrieben?” Schon bringt er etwas Abstand zwischen uns.

 

Ich sehe ihn an und weiß für einen Moment nicht, was ich sagen soll, denn sein Verhalten mir gegenüber ist total anders, als noch beim letzten Mal. Seine Augen strahlen, aber nicht, weil er sich mit mir trifft. Meine Enttäuschung darüber kann ich jedoch gekonnt überspielen, indem ich auf den Weg vor uns nicke und wir losgehen. „Nicht viel. Das Übliche.“ Aus dem Augenwinkel betrachte ich Nik kurz. Da ich meine Gedanken nicht zurückhalten kann, kommen sie einfach so über meine Lippen. „Du scheinst irgendwie … verändert.“ Es folgt eine kurze Pause und ich drehe meinen Kopf nun doch in seine Richtung. „Hat es etwas mit dem außer Gefecht gewesen zu tun?“

 

In Niks Augen kann ich sehen, dass ich recht habe. Aber er wendet sich ab, ein niedliches Grinsen erscheint auf seinem Gesicht. Es ist ganz anders als das freche, das er für mich bereithält und da weiß ich Bescheid. Er streift sich die Kapuze vom Kopf und wuschelt sich verlegen durch die Haare. “Könnte schon sein”, sagt er schließlich. Dann durchbohrt mich der Blick aus seinen wunderschönen Augen. “Ich habe jemanden kennengelernt.”

 

Bumm. Für einen Augenblick wären mir fast meine Gesichtszüge entglitten – weil unvorbereitet und so –, doch wenn ich ganz tief in mich hineinhorche, merke ich, dass es okay ist und ein klitzekleines Gefühl namens Freude hochkommt. Ja, ich freue mich für Nik. Ehrlich. Je länger ich es wahrnehme, desto stärker wird es. Er hat es verdient und seinem Verhalten und seinem Blick zu urteilen hat es ihn total erwischt. Natürlich hätte ich es aber lieber früher erfahren und nicht so. Gespielt schockiert, teils doch wahr, sehe ich ihn an. „Du Schuft! Und das sagst du mir erst jetzt?!“ Böse verziehe ich das Gesicht, während ich ihn an der Schulter anstoße und meine Lippen sich endlich zu einem Lächeln heben. „Sie hat dir ganz schön den Kopf verdreht, was“, sage ich schmunzelnd. Wir gehen weiter und mein Blick richtet sich wieder nach vorne auf den Weg. Neugierig war ich schon immer und das kommt jetzt auch durch. „Wie heißt sie? Wie ist sie so? Erzähl mir von ihr!“

 

“Yara ist …” Nik hält inne und ein warmer Blick streift mich. “Argh, es fühlt sich nicht richtig an, vor dir von ihr zu schwärmen.” Betreten schaut er vor sich auf den Boden und fängt an mir seinem Fuß über den Kies zu scharren. “Es tut mir leid, Pat. Aber erst war da Becks …. Und jetzt.”

“Schon klar, jetzt hat mir diese Yara dich weggeschnappt. Weißt du was? Ich werd es überleben.” Ich grinse ihn breit an und da Nik so betröppelt schaut, kann ich gar nicht anders als laut loszulachen. “Yara ist dir gar nicht so unähnlich”, sagt Nik schließlich. “Ich meine, sie hat auch rote Haare und ihr Humor … Ich glaube, du würdest sie mögen. Oder total hassen. Weil gleich und gleich … du weißt schon.”

 

„Hm…“ Langsam wandert mein Kopf in eine leichte Seitenlage, bevor ich mir mit dem Finger mehrmals an den Mund tippe. Ich glaube, ich will das selbst rausfinden. “Also …“, ziehe ich das Wort in die Länge und schaue Nik neugierig an. Wenn wir uns wirklich ein wenig ähnlich sind, und ich glaube, was Nik sagt, werde ich sie mögen. Hassen könnte ich sie nie, denn auch, wenn noch das klitzekleine Gefühl der Enttäuschung in mir sitzt, wünsche ich mir nichts mehr, als dass er glücklich ist. Das Schicksal hat oft seltsame Wege, doch für jeden den passenden parat. „Wenn du mir jetzt aber die Freundschaft kündigst, muss ich dir leider weh tun!“

 

“Das wird niemals passieren, Pat!, verspricht er mir. “Weißt du, Yara ist ziemlich cool. Aber was hältst du davon wenn du dir dein eigenes Bild machst. Bin gespannt, was du sagst.”

 

Nik hält seine Versprechen. Hat er bisher immer. Grinsend drehe ich mich um, sodass ich neben ihm rückwärts laufe. „Ich bin dabei!“ Ich freue mich, dass er mir Yara vorstellen will und bin ebenfalls gespannt. Und wie!

 

“Also, wann und wo?”, versuche ich ihn festzunageln. “Vielleicht auf eurem nächsten Konzert und du besorgst mir Backstage-Karten?” Ich klimpere mit den Augen und schaue ihn treudoof an. Es verfehlt seine Wirkung nicht und Nik lacht schallend los. Er zieht mir meine Mütze ins Gesicht und nimmt mich spielerisch in den Schwitzkasten. Kurz hüpft mein Herz, bis ich mich daran erinnere, dass Nik ja vergeben ist. Gut, das war es das letzte Mal auch schon. Aber diesmal ist es irgendwie anders. Er scheint glücklich zu sein und das wiederum macht mich glücklich. “Du schaffst es immer wieder, du kleine Nervensäge. Wie könnte ich dir schon einen Wunsch abschlagen.” Er lässt von mir ab und etwas atemlos stehen wir uns gegenüber. “Aber bis zum nächsten Konzert wirst du dich noch etwas gedulden müssen. Wir werden erstmal ins Studio gehen und an unserer neuen Platte arbeiten”, verrät er mir und schon komme ich ins Schwärmen und wittere meine Chance.

 

„Okay“, sage ich betont lässig und zucke mit den Schultern. „Dann komm ich eben mit ins Studio.“ Es dauert keine zwei Sekunden, bis ich ihm grinsend auf die Nase tippe. „Danke für die Einladung.“ Dann schnappe ich mir seinen Arm, schiebe meinen hindurch und ziehe ihn ein paar Schritte. „Komm schon, das Studio wartet nicht.“ Und mein Herz vor Aufregung auch nicht, denn das galoppiert gerade davon. Abrupt stoppe ich drei Schritte später jedoch ab. „Äh … wo müssen wir überhaupt hin?“

 

“Nach oben. Immer steil nach oben, Pat! Das müsstest du doch eigentlich wissen.” Wieder lacht Nik, aber er zieht mich mit sich und obwohl das Treffen ganz anders abgelaufen ist, als ich es mir erträumt habe, bin ich gerade das glücklichste Mädchen in dieser Stadt. Na ja, vielleicht nur fast, denn Yara – Niks neue Freundin – ist sicher noch glücklicher. Ich jedenfalls wäre es mit so einem Kerl an meiner Seite.

 

 


 

Ob ich Yara kennengelenert habe? Natürlich. Und ich mag sie, sehr sogar. Aber ihr dürft euch, wie ich, gern selbst davon überzeugen.

Ich hoffe, die kleine Story von Nik und mir hat euch gefallen. Verratet mir es gerne. Schaut auf jeden Fall gerne bei den anderen vorbei. Sie haben sehr schöne Beiträge für euch.

 

Mehr Infos:

Autorin Sina Müller Autorin

Zum Buch

Meine Rezension

 

Tourdaten:

11.11. – BuchClub Blog

12.11. – BuchClub Blog

13.11. – Tausend Leben

14.11. – Anne in Bücherland

15.11. – Bei mir 

16.11. – Books Music More

17.11. – Reading Maddox Girls

18.11. – Tianas Bücherfeder

19.11. – Unsere zauberhaften Bücherwelten

 

Habt noch einen schönen Tag!

Eure Patrizia

 

 

 

0

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.