Buch Sprachlos in Cornwall
Rezension

Sprachlos in Cornwall – Loreen Harper

Werbung / Rezensionsexemplar

|   Autor:  Loreen Harper   |   Verlag: SP  |   Seiten: 323   |   eBook/TB   |   Mehr Infos   |

 

Meine Meinung

Das Buch hat es in sich. Teilweise fassungslos, erschüttert und schockiert las ich Zeile für Zeile und mein Herz wurde immer schwerer. Eine schwierige Thematik. Schwierig, weil es weh tut, so etwas zu lesen und weil man so etwas auch nicht oft liest. Nicht in diesem Ausmaß und doch passiert es in der Realität viel zu oft. Dazu ist es noch zu oft ein Tabu-Thema und zu wenige sprechen mit Vertrauten darüber. Dabei wäre das so wichtig. Als würde aber das nicht schon ausreichen, kamen noch andere Dinge dazu. Dabei dachte ich am Anfang, dass doch alles gut werden würde. 

Ruby war wahnsinnig stark, obwohl sie so viel Schlimmes durchmachen musste. Das alles hinterließ Spuren und sie drohte – wie ich innerlich – daran zu zerbrechen. Wie sie es schaffte, das nicht zu tun, ist mir noch immer ein Rätsel. Wer dazu neigt, so wie ich, sich in alles hineinzuversetzen, braucht starke Nerven. Rubys Leben war geprägt von Leid und immer wieder erfuhr sie noch mehr davon. Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr. Doch in einer Sache hatte sie Glück: Leigh. Ohne ihn wäre es ihr Untergang gewesen. 

Die Geschichte war bedrückend und holten oft Gefühle hervor, die nicht immer positiv waren. Zwischendurch setzten dann auch die Glücksgefühle ein und ich war sehr dankbar dafür. Ich wollte unbedingt wissen, was als nächstes geschieht und immer wieder wurde ich überrascht. Auch hier positiv wie negativ – schwere Kost. Der Schreibstil an sich war gut, aber für mich las es sich wie eine Biografie und das gefiel mir nicht so gut. Dass man ein Leben von Kind an nicht in ein einziges Buch packen kann, ist mir klar, jedoch waren mir hier teilweise die Szenen zu kurz – auch sehr viele – und zu viele Sprünge. Gefühle entwickeln sich bei solch einer Story immer – dank der Thematik – doch es gibt hier noch Luft nach oben – mehr als Geschichte wirkend und ausbaufähig. 

Was dieses Buch mit einem anstellt, ist nur schwer in Worte zu fassen, denn die Emotionen fangen bei A an und hören bei Z auf und es ist alles dabei, die ganze Palette. Die Story nimmt einen total mit und lässt einen nur schwer wieder los.

 

Fazit: Ein Geschichte, die einen sehr mitnimmt, trotz meiner Kritik, da es ein sehr wichtiges und ergreifendes Thema ist. Hier steckt so viel Realität drin, dass man von ganz alleine in Ruby hineinversetzt wird, die ein tragisches Leben, doch mit Aussicht auf Glück hatte. Ein Buch mit wichtigen Themen.

 

 

 

Klappentext

 

Das Leben meint es wahrlich nicht gerade gut mit Ruby.
Ihre Kindheit im Cornwall der Fünfziger- und Sechzigerjahre ist geprägt von der Strenge ihres Vaters und der emotionalen Überforderung ihrer Mutter. Die vermeintlich dörfliche Idylle, in der sie aufwächst, entpuppt sich als eine scheinheilige Welt voller Doppelmoral, Neid und Missgunst.
Als böse Erlebnisse ihre Kindheit jäh beenden, droht sie daran zu zerbrechen.

Kann es für sie noch einen Weg in ein glückliches und erfülltes Leben geben?

Der Familienroman um Ruby, inspiriert von wahren Begebenheiten, ist von einer beklemmenden Aktualität und Authentizität. Wie viele Rubys gibt es in unserer eigenen Umgebung?

 

Eure Patrizia

 

 

 

 

Quellen: Loreen Harper, eigenes Foto

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